▼

Lebenseinstellung

Wie meine aufmerksamen Leser schon im Bereich Spinabifida lesen konnten, ist das Leben mit der Spinabifida ein ständiger Kampf und bei mir mit vielen Entbehrungen verbunden  (keine Freundin, keine eigene Familie usw), was ich Gott sei Dank insbesondere durch meine Mutter kennenlernen durfte ist aber aus der Situation immer das beste zu machen, nie aufzugeben, und unangenehme Situationen mit schönen zu verbinden, z.B. nach einer erneuten Kontrolluntersuchung hinterher in ein Cafe zu gehen um gemütlich einen Tee/Kaffee o.ä. zu trinken bzw ggf. was zu Essen. Ich habe ca. 30 Operationen hinter mir ( es können ein paar weniger sein) bin selber fast 40 Jahre alt.. man kann sich also vorstellen wie viel Zeit ich in meinem Leben schon in Krankenhäusern und bei Therapeuten verbracht habe und auch jetzt verbringe.

Gerade deswegen ist es wichtig positive Erlebnisse aufzusaugen,  deswegen bin ich jedem Freund dankbar der mich zu sich einlädt, z.b. zum Grillen oder Brunchen oder mich anruft um gemeinsam was zu unternehmen.
Ich bin meinen Freunden die ich zum Teil schon sehr lange habe sehr dankbar, das sie trotz meiner Krankheit, vielen Krankenhaus Besuchen immer noch zu mir stehen. Leider ist mein sozialer Kreis aber sehr gering, deswegen würde ich mich (leider) eher als Einzelgänger/kämpfer bezeichnen.

Festhalten kann ich also, mir kam nie was zu geflogen, ich habe mir dank meiner Familie zum teil glücklichen Umständen, viel Kampf ,ein Leben mit einem Job auf dem "normalen Arbeitsmarkt" eine eigene Wohnung, usw erkämpft. Dank meinen Eltern kann ich laufen ( ich konnte dies lange Zeit nicht), das war nur durch eine langjährige Krankengymnastik möglich , die auch zuhause meine Eltern mit mir als Baby schon machen mussten (Vojta), dies alles hat und kostet viel Kraft, oftmals wünsche ich mir es würde einfach mal ohne Kampf gehen bzw eine glückliche Wendung das etwas von Anfang an gelingt was man in Angriff nimmt oder das die Liebe mich findet (Amor DU hast noch viel Arbeit vor dir, ich bin nicht zufrieden bisher) :-).. ob es dies jemals geben wird.. ich weiss es nicht.. aber ich werde diese Hoffnung nicht aufgeben :-)



Das Leben genießen 

 
Egal ob wir selber einen schlechten Tag haben, oder ob um uns herum was geschieht was uns runterzieht, man sollte versuchen immernoch das Leben zu genießen, dazu braucht es nicht viel, das kann ein nettes Gespräch mit einem Freund/Freundin sein, ein Gläschen Wein auf der Couch zuhause oder auch im Restaurant, auch süßes wie Kuchen oder Schokolade kann einem den Tag  besser verbringen lassen, wir brauchen diese Oasen sonst kann es passieren das wir in eine Depression verfallen und das möchte ja keiner so wirklich gerne. Wenn es doch passiert muss diese dann von einer Fachkraft (Psychiater) behandelt werden, also besser immer sich schöne Oasen der Ruhe, Freude schaffen.







Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen